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Hier gibt es Afrika live in eure Wohnzimmer 


 

06.11.2009
Wir sind unterwegs! Wir werden noch bei der Post vorbei die Kühlbox und das GPS abholen und dann über Göttingen (da holen wir noch fix die neue Digitalkammera ab) nach Dresden zum Start!

 
Hallo Dustinationfans nach unglaublichen 7Stunden sind wir in Dresden angekommen und da Katys Garage glücklicherweise nen Hotspot hat hier das erste Lebenszeichen. Bus summt wie ne dicke Hummel. Musste aber auch bei ordentlichen Steigungen nur in den 3ten zurücksachalten. Wir werden jetzt noch ein paar Biere nehmen und uns dann nen schönen Stellplatz zum Pennen suchen! Scheisse kalt hier nur 4Grad und ich habe nur T Shirts und kurze Hosen mit grrrrr. Naja morgen gehts gen Süden^^ Viele Grüße. Bis hoffentlich morgen.


07.10.09
                            
  
Team Dustination deckt sich mit genug, hygienisch verpackten Lebensmitteln ein, um dem afrikanischen Durchfall zu entgehen!!!



Nachdem Maren die Fahrt über ausgiebig die Vorteile der Doppelbeifahrerbank genossen hat, sind wir wohlbehalten in Hohberg angekommen und lassen uns bei Bier und Schnitzel von dem gambischen Abend berieseln! Morgen werden dann nochmal die Duschen der örtlichen Turnhalle genutzt, bevor es auf die mit über 800km, längste Etappe geht. Es gibt ab heute übrigens auch eine parallele Berichterstattung auf der offiziellen Rally-Seite! Wenn Ihr von uns nix hört, evtl da!^^


08.11.09



Das Team Dustination ist nach 12Stunden Fahrt gut in Frankreich (Angouleme)
angekommen. Der Rallyebus läuft bisher problemlos nur der Keilriemen  
sollte morgen vor der Weiterfahrt mal gespannt werden!


09.11.09



Guten Morgen! Jetzt geht es auf die 900km Etappe nach
Spanien runter.Hoffe wir haben heute abend wieder die Möglichkeit was zu schicken!



Beifahreraufgaben....! Man gut, daß das Serienfahrwerk verbaut blieb^^

10.11.09

Gleich mehrere Zwischenfälle gab es auf der Autobahn kurz vor Granada.
Beim VW T3 von Team 205 „Dustination“ 
riss der Gaszug – verflixte spanische Berge, die der Bus im 3. Gang nehmen musste. Geholfen hat eine Lüsterklemme: „Das hält bis Banjul und länger“, meint Lars überzeugt von seiner Reparaturmaßnahme."Er is immerhin ein Fachmann, der das so richtig kann!"




Ein Unfall: auf dem Weg zur Faehre ist Team Hauptsache Heimkommen dem Team 1Destination hinten draufgefahren wir waren genau dahinter und konnten grad noch bremsen. Wir konnten den Landrover aber schnell soweit hinbekommen, dass er es auf die Faehre geschafft hat. Abends im camp haben wir dann den Ladeluftschlauch mit ner Bierdose und ordentlich Panzerband geflickt. Die Lichtmaschinenriemenscheibe konnte auch gerichtet werden und ich bin ganz zuversichtlich das sie es bis nach Banjul schaffen.



Spanngurt drum und weiter gehts sind ja nur noch 3500 KM



Team Dustination in Casablanca

In Casablanca haben wir uns hoffnungslos verfahren und der Smog ist unglaublich dick.

13.11.2009

Hallo liebe Daheimgebliebenen. Jetzt melden wir uns life aus einem Internetcafe in Marrakech. Vielen Dank Langer, dass du die internetfreie Zeit mit Berichten von der Hauptseite ueberbrueckt hast. Wir haben uns Team 1Destination angeschlossen, was fuer euch bedeutet dass Ihr unsere Position per Life-GPS-ticker auf deren seite (www.1destination.de) mitverfolgen koennt. Die haben so ein Geraet, das alle 10 Minuten automatisch unsere Position im Internet aktualisiert. Heute haben wir auch ein Interview mit der Journalistin von  Auto Motor Sport gefuehrt - da sollten wir in einer der naechsten Onlineausgaben erscheinen.
Morgen werden wir in das Antiatlasgebirge aufbrechen. Eigentlich wollten wir die leichtere Strecke an der Kueste langfahren um dem Bus nicht zuviel abzuverlangen aber mit Hans und Anna von 1Destinationteam werden wir die steile Gebirgspassage  riskieren um den einmaligen Ausblick auf den blauen Felsen (den hat mal irgendein verrueckter Kuenstler mit Farbe blau angemalt)zu erleben
Jetzt werden wir Marrakech unsicher machen und heute abend das erste mal marokanisches Essen probieren.... mal sehen wie es uns bekommt .... bis Morgen.
P.s. wir haben ca. 35 C im Schatten.



Apropos unglaubliche Hitze. Zum Glueck hatten wir noch das Sonnensegel improvisiert bei der Sonne hat es uns schon sehr gute Dinste erwiesen!

Wir waren natuerlich nicht nur im Internetcafe sondern haben uns auch den Markt angeschaut.


Hier gibt es eine unglaubliche Vielfalt an Gewuerzen, Schmuck, Stoffen, Lederwaren .... Man wird direkt erschlagen von den ganzen Farben und Geruechen die auf einen einprasseln. Leider sind die Verkaeufer relativ aufdringlich.

Auch kulinarisch hat der Markt ne Menge zu bieten wie diese Schneckensuppe zeigt.


Auch leichte Nutzfahrzeuge gab es zu bewundern.


Am Abend liessen sich dann Maren und Anna noch ein Hennatattoo aufbringen bevor wir mit allen anderen Rallyeteilnehmern auf dem Marktplatz landlaeufiges Essen genossen.



14.11.2009
Heute sind wir nachdem wir gestern noch bis nach 3 mit den Organisatoren gezecht hatten erstmal  nach  Agadir aufgebrochen.




Jetzt gab es auch zum ersten Mal richtige Staub- und Sandpisten was direkt Rallyefeeling aufkommen liess




Von Agadir aus sind wir dann nicht die empfolene Route gefahren sondern haben uns ins Antiatlasgebirge getraut wo wir dann auf eine Hoehe von ca. 1700Meter mussten. Der bus ist echt ein Beisser teilweise ging es im zweiten Gang bei 12,5 KM/h die Steigungen und Serpentienen hoch. Das Fzg. auf dem Bild ist der einzig gelungene Ueberholvorgang den wir der uns auf dem Weg durchs Antiatlasgebirge gelang. Die Jungs mit dem Terrano und dem Landi brachen in grosses Jubeln aus als wir nach ca. 3Km und mit einem Geschwindigkeitsueberschuss von 0,5Km/h an einem besonders steilen Stueck an dem LKW  vorbeischossen.



Geschafft! Der Ausblick belohnt fuer die Strapatzen des Aufstiegs!



Hier unser von einer Hollaenderin gefuehrtes Hotel in Tafraoute mit Maren und den Jungs beim Fruehstueck. Ich werd wohl keins bekommen weil ich grad das hier schreibe und wir eh schon wieder viel zu spaet dran sind!

So hier koennt Ihr einfach draufclicken und seht immer unsere aktuelle Position in Google earth






15 Novenber Antiatlas Laayoune Hier mal das Team mit dem wir die meiste Zeit unterwegs sind. Jochen, Christian, Lars, Anna und Hans




Auf dem Weg nach Laayoune haben wir nochmal die blauen Felsen gesucht und auch gefunden. Die blauen Felsen sind eher langweilig (ein paar blau angemalte Felsbrocken) aber der Weg zu diesen Felsen war sehr imposant:





16 November Das ist der Campingplatz in Laayoune mitten im Nichts. Als wir am gestrigen Tag dort angekommen sind war im Nichts ein Schild zum Campingplatz. Wir mussten dann noch ca. 5Km bei voelliger dunkelheit durch sehr unwegsames Gelaende.


Dort mussten wir dann vor dem Losfahren noch eine kleine Reparatur am linken Auspuffhalter durchfUehren den es irgendwo im Atlasgebirge zerrissen hatte. Vorher


Nachher


Da die Strecke heute, bis auf die tausend Polizeikontrollen wo wir diverse Bestechungskugelschreiber losgeworden sind, nicht so anspruchsvoll war haben wir heute zum ersten Mal einen Geocache mitgemacht. Dieser Ausblick war die Belohnung

 
17 November

Heute hatten wir einen Ruhe- und Vorbereitungstag fuer die bevorstehenden Wuestenetappen. Zuersteinmal wollten wir den Bus in der legendaeren Werkstattmeile von Dakhlar "Wuestenfit" machen.


Wir sind davon ausgegangen, dass es sich bei den dort arbeitenden Mechanikern trotz des fragwuerdigen Aussehens und des teilweise sehr geringen Alters um Experten bei der Wuestenvorbereitung fuer PKWs handelt.
Also haben wir uns in Ruhe in den Werkstaetten umgesehen Waehrend unser Rallyebus in der Mache war. Die Werkstaetten sahen alle unglaublich unglaulich aus sie bestanden nur aus Schrott und der Boden war gesaettigt von Motoroel.


Als wir zurueck zum Bus kamen hat mich fast der Schlag getroffen!Die Typen hatten einfach eine Gewindestange mit der sie den Unterfahrschutz befestigen wollten an den beweglichen Achskoerper angeschweisst.

 

Unglaublich die konnten wirklich gar nichts! Ich hatte ja immer grossen Respekt vor den afrikanischen Werkstaetten und dachte die koennten da aus gar nichts etwas machen, was vielleicht abenteuerlich aussieht aber funktionstuechtig ist.
Aber die Jungs konnten wirklich ueberhaupt nichts! Leider konnte ich mich auch nur bedingt verstaendlich machen da mein Franzoesisch sich auf bon jour, merci und au revoir beschraenkt und mein arabisch quasi nicht vorhanden ist.
Es ist wirklich unglaublich und wir haben die letzten Tage schon einiges in Afrika gesehen und erlebt. Also musste ich selbst Schadensbegrenzung betreiben da wir dem "Werkstattmeister" schon 200 Dirhams gegeben hatten damit er Material besorgen konnte.


Das Endresultat ist, dass wir jetzt vermutlich nicht mehr durch einen Steinschlag oder heftiges Aufsetzen in der Sahara ausser Gefecht gesetzt werden aber dafuer eine unbeschreibliche Laermbelaestigung durch das in Motorfrequenz schwingende Mistblech haben.
Bei bestimmten Geschwindigkeiten ist es so laut, dass an Konversation nicht mehr zu denken ist! Naja sind ja nur noch 2000Km!


Als wir dann nach 5 Stunden den Unterfahrschutz halbwegs installiert hatten ging es dann erstmal Wasser tanken und dann Diesel fuer die bevorstehenden Tage in der Wueste.


So jetzt gehts fuer die naechsten 5 Tage in die Wueste also macht euch keine Sorgen, dass ihr nichts von uns hoeren werdet. Aber ihr koennt uns trotzdem mit GPS Signal verfolgen. Solange wir uns bewegen ist alles gut.
In 6 Tagen hoert ihr wieder von uns und bis dahin koennt ihr uns mit dem GPS Spot verfolgen. Sandige Gruesse und bis bald

22. November

Nachdem wir einen ganzen Tag mit der Einreise nach Mauretanien verbracht haben und uns mit unseren Wuestenfuehrern getroffen hatten ging es endlich in die Wueste. Zunaechsteinmal gab es ein ausfuehrliches Briefing wie man sich wann Verhalten sollte und diverse hilfreiche Fahrtipps. Dann haben wir den Reifendruck auf ca. 0.8 Bar reduziert um im weichen Sand mehr Grip zu haben und los ging es.



Die Sahara ist absolut unglaublich! Wir hatten ueber 40 Grad und da unser Bus ein wenig Schwachbruestig ist sind wir die die kompletten 4 Tage in der Sahara mit Vollgas  und voll Heizung unterwegs gewesen.




Wir haben damit schnell den Respekt der anderen Rallyeteilnehmer erlagt und der Bus wird jetzt nur noch der "Beisser" genannt weil es sich mit Vollgas durch unvorstellbare und eigentlich unbefahbare Pisten gearbeitet hat. Es war alles dabei von weichen Duenen ueber steinharte Waschbrettfelder bis hin zu endlosen Flaechen mit Geroell und Steinen.




Am Ende des ersten Tages in der Wueste haben wir an einer riesigen Duehne geschlafen und wir haben die Gelegenheit gleich ausgenutzt um unsere mitgenommenen Spielsachen auszuprobieren!




Abens haben wir dann ein Lagerfeuer aus den Holzkisten gemacht die wir bei der Einreise nach Mauretanien am Strassenrand aufgesammelt haben.




Am naechsten Tag wurde die Piste noch haerter wir sind Streckenweise so heftig durch die Duenen gesprungen, dass wir mit allen vier Raedern in der Luft waren und einen Reifen vom Dachgepaecktraeger verloren haben. Zum Glueck hatten wir den schweren Diesel und die schweren Kugelschreiber nicht auf dem Dachgepaecktraeger denn der hat sich ganz schoen verbogen und ist ein gutes Stueck nach vorne gerutscht.
Aber auch der Beisser musste sich bei einer nicht enden wollenden Weichsandpassage geschlagen geben und wir mussten 4X4 Hilfe in Anspruch nehmen.





So haben wir es dann doch noch auf die Einsandeliste geschafft wo sich auch schon ein paar Allradfahrzeuge vor uns verewigt hatten.


Nach dem wir 3 Tage nur Sand gesehen hatten war die Freude gross als es dann endlich ans Wasser ging. Maren konnte sich nicht verkneifen sofort ein Bad im sehr salzigen kalten Nass zu nehmen.




Die naechsten 40Km haben wir am Meer zuruecklegt  und da auch unser Nachtlager aufgeschlagen.





Leider sind die vielen Spruenge, das harte Aufsetzen und die permanente Vollgasfahrt nicht Spurlos an dem Bus vorbeigegangen. Das Flexstueck vom Auspuff hat es komplett abgerissen, was eine unglaubliche Geraeschkulisse zur Folge hat. Des Weiteren hat es einen von Axels Feuerwehrreifen den Rest gegeben, der Stabi vorne ist abgerissen und die Lichtmaschine quittierte nach einer heftigen Wasserdurchfahrt den Dienst.











So wir koennte noch ganz viel Berichtenaber jetzt ist es schon 3 Uhr und um 7:30 Uhr gehts auf nach Saint Louis (Senegal). Also Team Dustination ist zwar ziemlich gebeutelt und angeschlagenaber weiter auf dem Weg nach Banjul! Bis Bald

24 November
 
Heute ging es von Nouakchott nach St. Louis. Eigentlich nur ca. 350Km aber die hatten es ganz schoen in sich! Die Strasse war das ablolut schlimmst was man sich vorstellen kann. Ca. 100 Km ging es mit Schrittgeschwindigkeit ueber kleinwagengrosse Schlagloechen und unterspuehlte Piste.
Aber auch hier gab es wieder interessante Dinge zu entdecken! So haben wir z.B. einen Mauretanischen Mercedes gesehen.
 

 
Eine Mauretanische Fleischerei
 

 
Und das mauretanische Logitikkosten nicht mit einem Frachtkostenrechner bestimmt werden koennen (Insider fuer NB-BP)
 

 
Nachdem wir dann fast 6 Stunden bei der Ausreise Mauretanien bzw. Einreise in den Senegal verbracht haben bekamen wir eine Polizeiescorte und sind dann sehr spaet in St. Louis angekommen. 
Der Bus zickt auch zunehmend rum. So ist jetzt nach 7217Km der Tacho ausgefallen und es wird kein Tachfoto vom Endstand nacht der Rallye geben. Das Bremslicht geht auch nicht mehr aber was uns wirklich Sorgen macht ist das Getriebe wo sich der erste Gang kaum noch einlegen laesst.
 
 
25 November
 
So sah es dann am naechsten Tag bei Licht unser Stellplatz aus. 
 

 
Doch viel sehenswerte ist die Stadt selbst. Sie ist recht sauber und im Kolonialstiel errichtet.  
 

 
Auch die Verkehrsmittel sind absolut Sehenswert
 

 
Eine weitere Besonderheit ist die grosse Bruecke, die die zur Stadt gehoerige Insel mit dem Festland verbindet und von Eifel (der Typ der den gleichnamigen Turm entworfen hat) erbaut.
 

 
So morgen geht es dann auf die letzte Etappe. Nach Aussage der Organisation wird das die schlechteste Strasse der ganzen Rallye werden. Schwer vorstellbar weil die letzte Etappe unserer Meinung nach schon das aeusserste ist was man irgendwie befahren kann. 
Wie auch immer wir werden es erleben und hoffen das der "Beisser" noch genug Biss hat fuer die letzten 530KM!
Ach jetzt haette ich doch fast den aktuellen Stand der Einsandeliste vergessen!
 


26 November

Heute ging es schon um 5 Uhr morgens aus dem Bettchen, um die  letzten 500Km in Angriff zu nehmen. Die Organisatoren sagten, dass wir wohl erst nachts in Banjul ankommen wuerden und sie sollten Recht behalten! Erstmal ging es auf recht ordentlicher Asphaltpiste gut voran. Vorbei an Autowracks, aus denen wohl kaum jemand lebend herausgekommen sein wird?!



Auf afrikanischen Strassen heisst es natuerlich trotz ordentlicher Asphaltqualitaet immer die Augen aufzuhalten und nicht zu schnell zu fahren, weil staendig Kamele, Esel, Ziegen oder aehnliches auf die Strasse laufen kann.




Dann verliessen wir die Strasse und schlugen uns ueber Feldwege, Sand- und Staubpisten weiter Richtung Gambia durch. Viele Rallyeteilnehmer nutzten die letzte Chance sich einzusanden und da es kein links oder rechts dran vorbei gab stoppte das ganze Feld mehrere Male. Der Aerger darueber war schnell vergessen denn auf der Strecke kamen wir an richtigen afrikanischen Doerfern mit Strohhuetten vorbei.



So verging,  bei ca. 42C Aussentemperatur, Stunde um Stunde bis wir dann endlich, nach einer erstaunlich zuegigen Grenzueberquerung, Gambia erreichten. Die Zeit, die wir an der Grenze gut gemacht hatten, haben wir aber direkt beim Warten auf die Faehre ueber den Gambiariver wieder liegengelassen. So kam es, dass wir erst  um 23Uhr komplett abgegessen auf die Faehre gerollt sind.




So gegen 2 Uhr warteten dann endlich ein warmes Essen ein paar eisgekuehlte Jul Brews auf uns.



Die Freude darueber, dass es mehr oder weniger alle Teams geschafft haben in Banjul anzukommen war sehr verhalten bzw. nicht vorhanden. Dies lag daran,dass die Geruechte, die schon ca. Mitte der Rallye aufkamen, nun zur Gewissheit geworden sind. Aufgrund des Tabaskifestes (was hier so wichtig genommen wird wie bei uns Weihnachten) wird die Versteigerung um eine Woche auf den 6ten verschoben und somit werden fast alle Teilnehmer nicht an der Versteigerung ihrer Fahrzeuge teilnehmen koennen. Eine Stellungsnahme hierzu durch die NGO wird es am 27zigsten bei der grossen Wilkommensparty geben. Wir sind zumindest sehr endtaeuscht und wuetend!

26. November
Nichts desto trotz haben wir uns auf eigene Faust um eine sinnvolle Spende gekuemmert. Wir waren in Sekuta bei Susann (eine Kollegin von Maren) und haben uns eine neu erbaute Vorschule angesehen, die vor ein paar Tagen gerade eingeweiht wurde. Susann und ein paar Gleichgesinnte haben das "Kambengo Project Gambia" gegruendet und gemeinsam ein neues Schulgebaeude gebaut. Dieses Projekt wollen wir mit dem Geld, das bei der Versteigerung des Beissers rauskommt, unterstuetzen.



Nach der Besichtigung der Schule hat Susann uns noch mit in ihre Gastfamilie mitgenommen, bei der wir am Ende sehr leckeres afrikanisches Essen bekommen haben.Das war wirklich ein schoener Tag, den wir sozusagen "mittendrin" erleben durften.




Fuer die Gastfreundschaft haben wir uns mit kleinen Geschenken bei der Familie bedankt.



Nachdem wir nun also wussten, wo unser Geld hingehen wird, haben wir uns auf die Suche nach dem Hotel "Hibiskus House Gambia" gemacht, in dem auch Hans und Anna auf uns warteten. Wir trauten unseren Augen kaum, als wir den Pool, die Zimmer, die ueppigen Pflanzen und den netten Chef sahen. Die letzten Tage waren ueberwiegend gepraegt von Staub, Hitze und gewoehnungsbeduerftigen Toiletten. Nachdem wir unsere Zimmer besichtigt und gewaehlt hatten, haben wir uns gleich in den Wirlpool gelegt --- natuerlich mit einem gut gekuehltem Bier. Oh man war das gut!



27. November

Am Freitag haben wir uns erst mal einen ganz entspannten Tag im Hotel gemacht, ausgiebig gefruehstueckt, gesonnt, geschlafen, gebadet, Sudoku geraetselt, wieder gegessen und abends haben wir uns ausgehfein fuer die Welcomeparty in der Blue Kitchen gemacht. Eigentlich war uns nach der Offenbarung der verbockten Versteigerung nicht nach einer gemeinsamen Feier, aber Heinz (Organisator in Gambia) wollte vor allen noch mal eine persoenliche Stellungnahme abgeben. Wir sollten puenktlich um 18h dort sein, aber wie das in Afrika nun mal so ist, fing er seine Rede erst um 19.30h an, so dass schon das ein oder andere Bier seinen Abnehmer gefunden hatte.
Heinz entschuldigte sich bei allen Teilnehmern, die aber unserer Enttaeuschung nicht wirklich gerecht wurde --- diese ganzen Missverstaendnisse und mangelnde Kommunikation der Organisatoren an die Teilnehmer wirft fuer uns einen grossen Schatten ueber die Veranstaltung.

Nach vielen Gespraechen und Diskussionen haben wir uns dann aber doch der Feier zugewannt und mit den anderen Teilnehmern unseren letzten gemeinsamen Abend verbracht.
Gegen 2h nachts haben wir uns dann alle in den Bus gestopft (Maenner hinten, Anna ist gefahren und Lars hat immer den ersten Gang eingelegt) zum Hotel gefahren. Hier ist es ueblich, dass mitten auf der Strasse Police Stops durchgefuehrt werden und wir sind auch an 2 Stationen vorbeigefahren. An der ersten Station sind wir einfach weitergefahren und an die zweite Station sind wir im Schritttempo rangefahren, Anna und der Officer haben sich in die Augen gesehen und es kam keine Reaktion, woraufhin Anna weitergefahren ist. Ploetzlich wurde der Officer sehr aergerlich, lief hinter uns her und bruellte "stop the car, stop the car" und danach "give me the key". Wir schauten uns verwundert an und ueberlegten, ob wir ihm wirklich den Schluessel geben sollten, da bruellte er direkt ins Auto ein weiteres Mal "give me the key, give me the key". Der Officer war so aggressiv drauf, dass Anna ihm also den Schluessel gab. Anna, Lars und MAren sind dann ausgestiegen und haben versucht zu erfragen was das Problem ist und ob er irgendwelche Fahrzeugpapiere, Warndreieck, Warnwesten oder aehnliches sehen will, aber er schuettelte nur mit dem Kopf und meinte, dass man zwingend an diesen Stops anhalten muesse. Nach einem 30 minuetigem Hin und Her sagte er dann endlich "give me money", woraufhin wir ihm dann 3 mal erklaert haben wieso wir in Gambia sind und dass wir fuer das Land was spenden wollen und jetzt hier wegen einmal Nichthaltens Geld zahlen sollen. Am Ende liess er uns ohne Bestechung gehen... Das Land wird von Korruption beherrscht, hier laeuft wirklich alles nur ueber Geld!
Mit den Nerven mal wieder voellig am Ende haben wir im Hotel noch einen Tetrapack Wein geleert und haben eine Arschbombenparade im Pool gemacht. 

28. November

Heute hatten wir uns fuer 15h mit Susann verabredet, die uns ein bisschen die Gegend zeigen wollte. Wir holten sie bei ihrer Gastfamilie ab, so dass wir noch mal die Chance hatten ein paar Bilder zu machen.

Der Rastaman begruesste uns gleich in dem Teamshirt was Christian und Jochen ihm als Dankeschoen fuer die Einladung zum Mittagessen vor zwei Tagen geschenkt hatten.



Der dicke Onkel (so wird er tatsaechlich von allen genannt):




Danach ging es mit dem Bushtaxi nach Serekunda zum "Stadtbummel", wo Anna und Maren sich Stoffe fuer ein afrikanisches Kostuem gekauft haben.

Bushtaxi:




Frisoer:




Spannend war auch dieser Quacksalber der  von seinem Wagen aus einen fragwuerdigen Trunk verkauft hat ,der wohl so ziemlich gegen alle bekannten und unbekannten Krankheiten dieser Erde helfen sollte.



Da nicht alle potentionellen Patienten des Lesens maechtig sind hat er seinen Wagen mit selbsterstellten, aussagekraeftigen Piktogrammen gespickt.




Die Fussgaengerzone von Serekunda ist voller Muell, aber die Einwohner sind chic gekleidet:



Ueberall gab es auch noch Reste von Ziegen vom Tabaski-Fest zu bewundern, die noch auf der Strasse lagen.




Der Gemuesemarkt war (leider?)schon geschlossen.



Eine Fleischerei (mmmhhh lecker):



Die 3er BMW-Fahrer sind auch ueberall auf der Welt gleich :-) Man achte auf den Schrifzug an der Seite "Black Power"



Bevor wir dann zum Essen nach Senegambia gefahren sind, mussten wir erst mal Geld tauschen. Dieses Buendel Scheine sind ca. 120 Euro! Hier kann man also gut einen auf dicke Tasche machen. Der Spruch: "Geld stinkt nicht" gehoert wohl nicht zum Sprachgebrauch in Gambia denn die Dalasis stinken fuerchterlich.




29. November 2009

Der heutige Tag wurde ganz der MIssion: Afrikanische Kleidung gewidmet. Und wie man sieht mit Erfolg. Die Damen haben sich von dem Stoff den sie gestern auf dem Markt von Serekunda ergattert hatten nach afrikanischen Schnittmustern schöne Gewänder schneidern lassen.





30. November 2009

Der heutige Tag wurde komplett dafür genutzt Kanister, Reifen, Klamotten und weiten Kram den wir nicht mehr mit nach Hause nehmen wollten/ Können auf dem Holzmarkt gegen afrikanische Schnitzereien zu Tauschen. Dies gestaltete sich schwerer als erwartet weil eigentlich jeder noch etwas Bargeld dazu haben wollte und alle gefühlten 1000 Verkäufer mit ihrer - " Hello my friend, I have the best stuff and the best price for you" - Mentalität auf uns eingeredet haben.
Trotzdem ist es uns gelungen alles loszuwerden und nun stehen wir vor dem Problem wie wir den ganzen Schnitzkram ins Flugzeug bekommen.

Bilder folgen!


01. Dezember 2009:

Team Dustination ist wohlbehalten wieder in Hannover gelandet. Allerdings haben wir noch ein paar Schwierigkeiten mit dem Wetter, so dass heute sowohl die Heizung als auch der Kamin angefeuert wurden!

Wir hoffen, dass ihr an unseren Berichten Spaß hattet und uns auch ein wenig vermisst habt.

Vielen Dank an den Langen für's Blumengießen und an Carin Eickhoff (Mama von Lars) dafür, dass die Heizung schon aufgedreht war und dass wir von einer zauberhaften Adventsdeko empfangen wurden.

Fotos, Videos und viele viele spannende Geschichten gibt es ganz bald von uns.

Wir haben viele Abenteuer erlebt, neue Leute kennengelernt und viel über das Land und die Leute von den durchreisten afrikanischen Ländern gelernt. Es waren wahnsinnig spannende 3,5 Wochen, die mit heute leider zu Ende sind. Etwas traurig, aber auch mit viel Freude auf unsere Familien und Freunde sagen wir

"Goodbye Afrika"

-aber noch nicht ganz denn es steht noch die Versteigerung des Fahrzeugs am 06.12. und die Übergabe der Mitbringsel  01. 12. aus. Das diese nicht ganz unwesentlichen Dinge noch ordnungsgemäß abgewickelt und mit Fotos dokumentiert werden, dafür stehen zum Glück Anna und Hans mit Tatkraft zur Verfügung. Sobald wir wissen wer den Beisser und für wieviel ersteigert hat oder wir Bilder von der Übergabe der Schulsachen bekommen , pflegen wir dies sofort ein!  

Bis bald.
euer Team Dustination

P.s. Wir bitten die vielen Rechtschreib- und Grammatikfehler, die verschiedenen Schriftarten...usw. zu entschuldigen. Aber wer mal versucht hat unter Zeitdruck in einem afrikanischen Internetcafe mit instabiler Internetverbindung einen Text auf einer arabischen Tastatur zu schreiben, kann sich vielleicht vorstellen, dass die Rechtschreibung dann zur Kür gehört?! Wir werden sobald Zeit ist einmal alles korrekturlesen und verbessern.

Jetzt haben wir exklusive Bilder vom Fototermin in der Schule erhalten und freuen uns noch mal sehr, einen Beitrag für die Kinder leisten zu können.




Für Tanja gibt es hier die erhofften großen, glasigen Kinderaugen...




Und so sieht der neue Trakt der Schule aus. Das alte Schulgebäude kann hoffentlich mit Hilfe unserer Spenden auch bald so aussehen.

 
 

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